Kaohsiung
Kaohsiung ist die zweitgrösste Stadt Taiwans und verfügt über einen der bedeutendsten Häfen der Welt.
Dome of Light
Bei der MRT-Station Formosa Boulevard befindet sich der beeindruckende Dome of Light, eine riesige Lichtinstallation aus farbigem Glas. Geschaffen vom Künstler Narcissus Quagliata, ist sie die weltweit grösste Glaskunstinstallation ihrer Art. Sie besteht aus zahllosen handgefärbten Glasteilen und erzählt die Geschichte des menschlichen Daseins: Wasser steht für Geburt, Erde für Wachstum, Licht für den schöpferischen Geist, Feuer für Zerstörung und Wiedergeburt.
Der Kuppeldurchmesser beträgt 30 Meter, die Gesamtfläche 660 Quadratmeter.
Pier 2
Das Pier-2 Art Center ist ein lebendiges Kreativquartier mit zahlreichen Kunstinstallationen im Freien und zwei Ausstellungen in Hallen.
Auf dem Weg dorthin entdeckte ich ein Wandbild, auf dem die taiwanesische und die schweizerische Fahne nebeneinander abgebildet waren – warum, blieb mir unklar.
Die erste Ausstellung trug den Titel 11 Perspectives und präsentierte elf künstlerische Projekte. Beispielsweise erforscht Rock Research unter dem Thema Living with Stone, wie sich Gestein im Alltag sinnvoll einsetzen lässt – etwa für Bucheinbände. Ein anderes Projekt visualisiert den Wald wie in einer Röntgenaufnahme: samt Boden, Wurzeln und unterirdischen Tieren. Ein Beitrag mit dem Titel Menschen zeigte einen surrealen Film, in dem „Rabbit Men“ über Bauern herrschen, von denen einige zu fliehen versuchen – einer erreicht schliesslich das Paradies. Spannend war auch Clothes.zip, wo ausgediente Fast Fashion kreativ wiederverwendet wird – etwa in Form von Collagen aus Altkleidern.
Das Gelände selbst ist ebenfalls kunstvoll gestaltet – mit übergrossen Blumen, einer riesigen Transformer-Statue und ungewöhnlich verbundenen Containern. Der Lageplan, den ich erhielt, war leider wenig hilfreich – nicht massstabgetreu und ungenau.
Auf einem Platz waren riesige weisse Figuren auf einer Sitzbank aufgestellt, und an einer Wand entdeckte ich ein Mosaik eines Jungen – durch periodisch fliessendes Wasser wirkte es, als ob er uriniert.
In der zweiten Ausstellung wurde die Geschichte des Pier 2 thematisiert. Miniaturmodelle zeigten alle Skulpturen und Projekte des Areals.
Dayi Park
Im Dayi Park gab es ebenfalls witzige Installationen. Besonders gefiel mir eine Wendeltreppe, die sich spiralförmig um Bäume hochzog – bis zur Baumkrone. Eine andere Installation war eine Kugel, gebaut aus alten Stühlen.
Hamasen Railway Culture Park
Weiter ging es zum Hamasen Railway Culture Park, einem historischen Eisenbahngelände mit Museum und alten Zügen im Freien.
Einige Wagen wurden noch genutzt – etwa als Glacestände. Besonders auffällig: ein Waggon mit riesigen Bananen, die weit herausragten.
Die stillgelegten Gleise waren noch sichtbar, teils überwachsen mit Gras – was dem Ort einen charmanten Touch verlieh.
Liuhe Night Market
Hinter dem Hostel befindet sich der Liuhe Night Market – zwar sehr touristisch, aber dennoch einen Besuch wert. Ich probierte einen taiwanesischen Hotdog (eine Wurst im Reisbrötchen) und zwei Varianten eines Green Onion Pancake (Omlett mit Frühlingszweibeln) – eine mit frittiertem Fladenbrot, die andere als frisches Omelett.
Public Library
Der Lift war etwas heruntergekommen – ein Eimer fing tropfendes Wasser auf. Auf dem Dach befand sich ein kleiner Kletterpark sowie eine schöne Terrasse, wobei dort gerade Bauarbeiten stattfanden.
Im Gebäude gab es immer wieder sogenannte Büchersterilisiergeräte. Besonders amüsant fand ich die Aktion Blind Date with a Book: Eingepackte Bücher, deren Titel man nicht kannte – man wählte eines auf gut Glück. Im Untergeschoss befand sich ein Kinderbereich mit Bilderbüchern aus aller Welt. Bücher aus der Schweiz entdeckte ich leider keine – aber viele aus den USA, Grossbritannien und Frankreich.
Love River
Während des Sonnenuntergangs spazierte ich dem Love River entlang – die Atmosphäre war wunderbar stimmungsvoll. Auf einer Brücke sah man den aufkommenden Feierabendverkehr.
Din Tai Fung
Zum Abendessen ging ich ins Din Tai Fung – eine Empfehlung eines Freundes.
Das Restaurant befindet sich in einem grossen Einkaufszentrum. Drinnen herrschte reges Treiben – viele Menschen, viele Geschäfte. Ich fand das Lokal nicht sofort und musste erst online nach dem Logo suchen. Nach dem Auffinden erhielt ich eine Wartenummer – die Wartezeit betrug fast eine Stunde.
Währenddessen schlenderte ich durch das Center, bestellte online vor und realisierte später, dass ich den Status der Warteschlange hätte online verfolgen können.
Besonders interessant war die offene Küche, wo im Akkord Teigtaschen hergestellt wurden – der Umsatz muss enorm sein.
Das Restaurant war weit grösser als es von aussen den Anschein machte.
Ich bestellte Seegras als Vorspeise, die berühmten Dumplings als Hauptgericht und Mochi in süsser Weinsauce zum Dessert. Es wurde laufend Tee nachgeschenkt – ich war sehr zufrieden.
Dragon and Tiger Pagodas
Die Drachen- und Tigerpagoden waren wunderschön beleuchtet. Ich machte zahlreiche Fotos aus verschiedenen Perspektiven.
Hier einige Videos von Kaohsiung: